Mit der Aartalbahn bald bis Aarbergen

Untertaunus-Bürgermeister begrüßen das Ergebnis der Wiesbadener Konferenz

Vom 06.03.2008

ws. UNTERTAUNUS Im Bereich der Gemeinde Aarbergen wird in den kommenden Wochen die Trasse der Aartalbahn unter die Lupe genommen. Von der Landesgrenze zwischen Schiesheim und Rückershausen bis hin zum Michelbacher Tunnel gibt es etliche Brücken und Durchlässe für Bachläufe, die nun von einem Sachverständigen der Bahn auf ihre Sicherheit überprüft werden. Rund 12000 Euro lassen sich die Gemeinde Aarbergen, die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft RTV und der Arbeitskreis Aartalbahn diese Sicherheitsüberprüfung kosten, erläuterte Aarbergens Bürgermeister Udo Scheliga. Nach Abschluss dieser Arbeiten fehle dann nur noch ein kurzes Stück bis Burg Hohenstein, dann sei die Strecke auf ihrem gesamten hessischen Teil befahrbar.

Derweil wurde das Ergebnis der 1. Wiesbadener Aartalbahnkonferenz von allen Bürgermeistern der Arbeitsgemeinschaft "Wir von der Aar" begrüßt, die mit Scheliga und dem kaufmännischen Leiter der Stadtwerke Taunusstein an der Konferenz vertreten war.

"Richtiges Signal"

Der nun gefundene Kompromiss, zunächst einmal die Brücke bei Dotzheim provisorisch zu reparieren und anschließend dauerhaft zu erneuern, sei das richtige Signal der Landeshauptstadt Wiesbaden, betonte Aarbergens Bürgermeister Scheliga auch für seine Kollegen aus Hahnstätten, Heidenrod, Hohenstein, Bad Schwalbach und Taunusstein. Dies ermögliche zumindest kurzfristig den Betrieb der touristischen Aartalbahn, doch dürfe es beim bisherigen Angebot nicht bleiben, so der Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, Hans-Jürgen Finkler, der die Weiterfahrt bis nach Aarbergen forderte. Und der scheidende Bad Schwalbacher Bürgermeister Michael Kalhoff machte sich noch einmal für die Reaktivierung der Aartalbahn im Öffentlichen Personen-Nahverkehr stark. Taunussteins Bürgermeister Michael Hofnagel sicherte zu, die jährlichen Freischneideaktionen der gesamten Strecke im Aartal mit entsprechenden Mitarbeitern und Material im Gegenwert von rund 7000 Euro im Jahr weiter zu unterstützen.

Dass es nun endlich zur Reparatur der Brücke am Dotzheimer Bahnhof komme und damit die Aufnahme des Museumsbetriebes der Nassauischen Touristikbahn wieder gesichert sei, wird von der CDU-Kreistagsfraktion begrüßt. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Birgit Kind und der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Friedrich Flach, halten jedoch weiterhin die Reaktivierung der Aartalbahn auch für den Öffentlichen Personennahverkehr für dringend notwendig. Bevor es nach der notdürftigen Reparatur des Brückenträgers zur kompletten Brückensanierung komme, müsse daher geprüft werden, ob diese Brücke auch einer dauerhaften Nutzung für Personen- und eventuell auch Güterverkehr standhalte. Kind und Flach erinnern daran, dass der Rheingau-Taunus-Kreistag im Mai 2007 den Kreisausschuss beauftragt habe, alle Möglichkeiten auszuloten, wieder regulären Betrieb auf die Aartalbahn zu bringen. Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft sollte beauftragt werden, ein Konzept zu entwickeln, das auch unabhängig von dem bisherigen Vorhaben einer Wiesbadener Stadtbahn realisierbar sei. Auch in der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD sei der gemeinsame Wille festgeschrieben, die Aartalbahn auch ohne die Realisierung der Stadtbahn Wiesbaden zu reaktivieren.

Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=3190762

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