Regionalnachrichten aus der Zeitung Aar-Bote

Auf Entdeckungsreise durch das Aartal

Film von Thomas Lawetzky zeigt Landschaften, Gemeinden und Menschen der Region


Auch eine historische Draisine taucht in dem Film auf. Hier ein Exemplar des Arbeitskreises Aartalbahn von 1922 mit dem Kleinmesswagen "Krabbe" im Schlepptau vor der romantischen Kulisse der Burg Ardeck bei Holzheim. Foto: Christian Stolz

Vom 20.11.2008

ist. AARBERGEN Nach mehrmonatiger Arbeit ist der Film über das untere Aartal fertig. Die Uraufführung für den Raum Aarbergen fand nun im Dorfgemeinschaftshaus in Michelbach statt.  
Der Film zeigt Offensichtliches, aber auch Verstecktes aus den Bereichen Handwerk, Kultur, Landwirtschaft, Sport und Freizeit. Zahlreiche Feste aus der Region spielen eine zentrale Rolle.

Und aktuelle Flugaufnahmen zeigen, wie die Landschaften und Gemeinden der unteren Aar von oben aussehen. Mehrere Monate im Frühjahr und Sommer dieses Jahres hat sich der Journalist und Filmemacher Thomas Lawetzky aus Burgschwalbach mit der Kamera auf Entdeckungsreise ins untere Aartal begeben. Entstanden ist eine bunte Palette von filmischen Eindrücken der Taunus-Region zwischen Michelbach und Flacht.

Im Raum Aarbergen beleuchtet der Film neben diversen Landschafts- und Gemeindeansichten folgendes: Die Schafherde von Arno Schmiech wird bei einem

Wechsel der Weide begleitet.

Das trojanische Pferd

Wir verfolgen die Herstellung und Montage eines acht Meter hohen trojanischen Pferdes aus Holz der Schreinerei von Jürgen Kallisch. Ein Besuch gilt dem Waldschwimmbad in Michelbach, ein weiterer dem Segelflugplatz. Auch das bayrische Zeltfest 2008 hat seinen Platz im Film. Ebenso wie die diesjährige Fahr zur Aar Veranstaltung. Wir blicken Holger Höhler in seiner Brennerei über die Schulter und schauen uns auf dem Henriettenhof um. In Panrod gilt ein Besuch der Künstlerwerkstatt von Gottfried Kazda. In Rückershausen lernen wir zusammen mit dem Kindergarten wie Michael Geier Äpfel keltert. Stefan Hahl aus Mudershausen demonstriert, wie wertvolle Gitarren in Handarbeit hergestellt werden.

Auch besondere Gebäude der Region werden vorgestellt. Wie zum Beispiel das Rathaus von Mudershausen, die Burg Schwalbach, das Wasserschloss von Hahnstätten oder die Rundkirche in Flacht. Einen historischen Exkurs widmet der Film der industriellen Vergangenheit von Zollhaus. Das Kulturhaus Kreml, dem der Film auch Raum einräumt, war vor 100 Jahren mal das Verwaltungsgebäude des Zementwerkes. Von einem Bienenzüchter aus Lohrheim erfahren wir, warum seine Haustiere die nach Rind und Schwein wertvollsten sind. Eine Kutschfahrt mit Eseln führt rund um Oberneisen und ein Ausritt mit Pferden durchs Palmbachtal.

Wir lernen, dass Draisinen nicht nur touristische, sondern auch sportliche Fortbewegungsmittel sind. An einer Stelle wird der Film sogar richtig laut, nämlich dann, wenn von den Motocrossrennen bei Kaltenholzhausen die Rede ist. Auch recht lautstark geht es bei einem Frisör in Niederneisen zu, aber erst nach dem Haarschnitt. Wir schauen der Künstlerin Ilse Vogt aus Netzbach beim malen zu. Gleiches gilt für Christiane Schneider, die das einzige Handwerk betreibt, für das es noch keine Maschinen gibt: das Korbflechten.

Und dann natürlich: Was wäre das Aartal ohne seine Feste. Der Film zeigt neben Impressionen vom bayrischen Zeltfest in Michelbach, Bilder vom Oberhäuser Hoffest, vom diesjährigen KuKuNat Fest in Netzbach und natürlich ausführlich von Fahr zur Aar.

Aber dies sind noch lange nicht alle Impressionen aus dem unteren Aartal, die in dem Film zu sehen sind. Über ein halbes Jahr hat Regisseur Thomas Lawetzky an dem Film gearbeitet. Und eines ist klar:

Starke Bilder

Zahlreiche weitere Themen hätten sich angeboten. So gesehen ist die Auswahl, die der Film beziehungsweise sein Regisseur getroffen hat, natürlich eine subjekte. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird auch gar nicht erhoben.

"Die untere Aar - Landschaften, Gemeinden, Menschen" ist ein kurzweiliger und abwechslungsreicher Film, der nicht zuletzt von seinen starken Bildern lebt. Ein Film, der sich vor allem an die Menschen des unteren Aartals richtet, in dem sie sich wieder erkennen sollen.

Natürlich ist es auch ein Film, der Besuchern und Touristen einen breit gefächerten Eindruck von der beliebten Taunusregion verschaffen soll. Die Musik zu dem Film stammt übrigens von dem bei Katzenelnbogen beheimateten Komponisten und Musiker Matthias Frey, geschnitten wurde er von Moni Munck-Hoch aus Burgschwalbach.

Die 60-minütige Produktion entstand mit finanzieller Hilfe der Gemeinde Aarbergen, der Verbandsgemeinde Hahnstätte, der Wirtschaftsförderung des Rhein-Lahn-Kreises sowie zahlreicher Firmen und Privatleute aus dem unteren Aartal.

Quelle: http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/objekt_a.php3?artikel_id=3523131

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